ICWW Online Cup als wichtiger Test-Wettkampf

Am 2. August veranstaltete ICWW den Online Cup mit dem Ziel, Sportlerinnen und Sportlern aus neuen Nationen die Möglichkeit zu geben, erste Erfahrungen in einem Wettkampf unter regulären Bedingungen zu sammeln und sich innerhalb der internationalen Kunstradsport-Community zu etablieren. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Belgien, Ruanda, Argentinien und Mexiko nutzten diese besondere Gelegenheit, um ihre Leistungen unter Wettkampfbedingungen zu präsentieren und wertvolle Erfahrungen für kommende Veranstaltungen zu sammeln.

Der Online Cup stellte dabei nicht nur sportlich, sondern auch technisch eine besondere Herausforderung dar. Die Sportlerinnen und Sportler befanden sich in ihren jeweiligen Sporthallen, während Technikexperten und Kampfrichter aus der Ferne zugeschaltet wurden. Hinter den Kulissen war ein erheblicher technischer Aufwand notwendig, um die Wettkämpfe über mehrere Kontinente hinweg zu koordinieren. Umso erfreulicher ist es, dass die gesamte Veranstaltung reibungslos und ohne technische Probleme durchgeführt werden konnte.

Den Auftakt machten Mia und Nele aus Deutschland, die den Online Cup als wertvollen Testwettkampf für ihre kommenden Veranstaltungen nutzten.

Anschließend ging es virtuell nach Ruanda, wo wir die Sportler aus Jonathans Trainingsgruppe bei ihren Auftritten erleben durften. ICWW verfolgt in diesem Jahr das Ziel, erstmals einen Sportler aus Ruanda für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Umso wichtiger ist es, den Athleten die Möglichkeit zu geben, frühzeitig Wettkampferfahrung nach den offiziellen Regeln zu sammeln.

Der Online Cup bot hierfür eine hervorragende Gelegenheit. Die Sportler mussten ihre Übungen in der zuvor eingereichten Reihenfolge zeigen, die Runden vollständig fahren, waagrechte Beine tatsächlich waagrecht halten und sämtliche weiteren Anforderungen des Reglements berücksichtigen. Es war beeindruckend zu sehen, welche Fortschritte die Sportler in Ruanda bereits gemacht haben. Steuerrohrsteiger, Frontlenkerstände und sogar Sattelstände wurden präsentiert.

Nach insgesamt sechs Starts aus Ruanda ging es weiter nach Argentinien, wo wir Mabel bei ihrem Wettkampf beobachten durften. Sowohl die Sportler aus Ruanda als auch Mabel absolvierten ihre Kür im Freien auf hartem Untergrund. In Argentinien setzte während der Kür Regen ein, wodurch die Bedingungen nicht nur sehr kalt, sondern auch ausgesprochen rutschig wurden. Trotz dieser schwierigen Umstände durften wir eine tolle Darbietung erleben.

Anschließend folgte der Auftritt des mexikanischen Sportlers Emiliano, der aus Belgien zugeschaltet war. Mit einer hervorragenden Leistung konnte er sich in der Kategorie 1er Männer den Sieg sichern.

Danach schalteten wir wieder nach Deutschland und durften die Darbietung des 4er Neuenkirchen bewundern. Gerade für Sportlerinnen und Sportler aus Südamerika und Afrika gibt es nur wenige Möglichkeiten, die besondere Vielfalt und Faszination des Vierer-Kunstradsports kennenzulernen. Umso mehr freuen wir uns, dass der Online Cup die Gelegenheit bot, die unterschiedlichen Facetten unseres Sports über Kontinente hinweg zu präsentieren und miteinander zu verbinden.

Zum Abschluss ging es per Videoübertragung in die Trainingsräume nach Mexiko. Dort präsentierten die Sportler ihre Übungen unter besonderen Bedingungen: Sie fuhren um eine Säule und zeigten ihre Übungen zwischen zwei mit Flaschen markierten Kreisen. Auch diese Bilder machten deutlich, mit wie viel Engagement und Kreativität der Kunstradsport weltweit betrieben wird.

Eine Veranstaltung über mehrere Kontinente hinweg wäre ohne ein engagiertes Team im Hintergrund nicht möglich gewesen. Unser besonderer Dank gilt daher Mike Lauterbach und Kay Lauterbach für die technische Organisation und Umsetzung. Sie haben dafür gesorgt, dass wir die Sportlerinnen und Sportler rund um den Globus live begleiten konnten. Ohne euch wäre der Online Cup nicht möglich gewesen!

Ebenso bedanken wir uns herzlich bei unseren Kampfrichtern Andreas Maier, Enrico Krien, Ralf Zellweger, Selina Marquardt und Heike Lauterbach für ihren Einsatz sowie bei Gracia und Lukas für die engagierten und informativen Kommentierungen.

Der ICWW Online Cup hat eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in digitalen Wettkampfformaten steckt. Vor allem aber hat er eines deutlich gemacht: Kunstradsport verbindet Menschen und Sportler auf der ganzen Welt. Wir freuen uns darauf, diesen internationalen Austausch weiter auszubauen und gemeinsam neue Wege für unseren Sport zu gehen.

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